Urlaub mit Baby, Frühflug um halb sechs. Während ihr die letzten Sachen packt, fällt euch ein: Wie kommt das Kind sicher zum Flughafen? Schoß geht nicht — das weiß jeder. Aber ein Taxi ohne Kindersitz ist auch keine gute Idee, egal was die Ausnahmeregelung im Personenbeförderungsgesetz technisch erlaubt.
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Die sichere Lösung heißt: Taxi mit Kindersitz. Vorab gebucht, eingebaut bevor ihr einsteigt, im Festpreis drin. Drei Sitzvarianten decken alle Altersstufen von Geburt bis etwa zwölf Jahre ab.
Welcher Sitz passt zu welchem Alter?
Die Babyschale nimmt Kinder bis 13 Kilo auf. Das sind meistens die ersten 15 Monate, aber rechne lieber nach Gewicht als nach Alter. Manche Babys sind mit zwölf Monaten schon 13 Kilo, andere brauchen bis zum zweiten Geburtstag. Wichtig: Die Babyschale wird immer entgegen der Fahrtrichtung eingebaut. Das ist in dieser Altersstufe die mit Abstand sicherste Position, weil der Kopf noch nicht stabil genug ist.
Dann folgt der Kleinkindsitz, Gruppe I, für 9 bis 18 Kilo. Etwa 9 Monate bis 4 Jahre, je nach Kind. Hier sitzt das Kind vorwärtsgerichtet und wird entweder durch einen 5-Punkt-Gurt oder einen Fangkörper gesichert.
Zum Schluss die Sitzerhöhung für Kinder von 15 bis 36 Kilo. Das heißt grob: ab drei bis vier Jahren bis zum zwölften Geburtstag oder bis eine Körpergröße von 1,50 Meter erreicht ist. Die Sitzerhöhung hebt das Kind so an, dass der normale Auto-Gurt korrekt über Schulter und Becken verläuft.
Was kostet das jetzt?
Kurze Antwort: nichts extra. Der Kindersitz ist im Festpreis enthalten. Du zahlst den Economy-Preis von 67 Euro ab Berlin-Stadt, egal ob mit oder ohne Sitz. Für Potsdamer Adressen liegt der Startpreis bei 99 Euro, für Brandenburger Umland bei 138 Euro.
Bei größeren Fahrzeugen kommt es auf den Bedarf an. Comfort kostet 68 Euro, kaum teurer. Minivan mit viel Kofferplatz liegt bei 138 Euro, und der Minibus 7pax bei 88 Euro. Der Minibus ist manchmal die Überraschungslösung: wenn zwei Kindersitze nebeneinander passen müssen und ein Kinderwagen mit, wird Economy schnell eng.
Was du bei der Buchung angeben solltest
Anzahl der Sitze, Sitztyp und Gewicht des Kindes. Letzteres ist entscheidender als das Alter. Ein schmächtiges Fünfjähriges braucht vielleicht noch den Kleinkindsitz, ein kräftiges Dreijähriges schon die Sitzerhöhung.
Wenn du unsicher bist, schreib Alter und ungefähres Gewicht ins Kommentarfeld. Der Fahrer bringt dann den passenden Sitz mit. Er hat oft mehrere Varianten dabei, weil das in der Stadt öfter gebraucht wird.
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Wie ist eigentlich die Rechtslage?
Laut Straßenverkehrsordnung müssen Kinder unter zwölf Jahren und unter 1,50 Meter Körpergröße in einem altersgerechten Rückhaltesystem gesichert werden. Das gilt auch im Taxi — mit einer Einschränkung.
Taxen haben im Personenbeförderungsgesetz eine Sonderregelung. Wenn kein passender Sitz verfügbar ist, darf das Kind auf dem Rücksitz mit angelegtem Gurt transportiert werden. Das ist kein Freibrief, sondern eine Notlösung für spontane Fahrten. Wer vorbuchen kann, sollte es tun. Ein Kindersitz reduziert das Verletzungsrisiko bei einem Unfall um 70 bis 80 Prozent — das ist keine Marketing-Zahl, das sind Zulassungsstatistiken.
Die Konsequenz: Spontanes Taxi-Einsteigen mit Kind auf dem Schoß ist rechtlich grenzwertig, moralisch schwierig und im Ernstfall eine Katastrophe. Zehn Minuten Vorausbuchen lösen das Problem.
Welche Fahrzeugklasse für welche Familie?
Zwei Eltern, ein Kind. Economy reicht. Ein Kindersitz auf der Rückbank, zwei Erwachsene vorne oder einer hinten neben dem Kind. Drei Koffer passen.
Vier Personen, zwei Kinder. Jetzt wird es interessant. Im Economy sitzen zwei Kindersitze nebeneinander auf der Rückbank — da ist kein Platz mehr für Erwachsene hinten. Heißt: Beide Eltern müssen vorne. Das geht, aber entspannt ist anders. Comfort hat ein bisschen mehr Raum, Minivan deutlich mehr.
Fünf Personen oder mehr. Minibus 7pax ist die Wahl. Dort kannst du drei Kindersitze parallel unterbringen, plus Erwachsene, plus Gepäck, und niemand sitzt auf dem Schoß vom anderen. Bei Familienfeiern mit Oma und Opa in einem Fahrzeug auch günstiger als zwei getrennte Taxen.
Praktische Tipps für die Fahrt
Plane mehr Puffer ein als bei einer normalen Fahrt. Kinder müssen nochmal aufs Klo. Der Nuckel ist verschwunden. Die Jacke passt plötzlich nicht mehr. Fünfzehn Minuten mehr Vorlauf sind Gold wert.
Snacks griffbereit, aber nicht zu üppig. Ein paar Kekse, ein Apfel, eine kleine Trinkflasche. Nichts Klebriges, nichts Bröselndes. Der Fahrer ist dankbar, die nächsten Fahrgäste auch.
Ein kleines Spielzeug oder ein Hörspiel auf dem Handy hilft über die eine Stunde Fahrt. Nicht den halben Kinderzimmerinhalt einpacken — das Auslad-Chaos am Terminal wird sonst zum eigenständigen Abenteuer.
Papiere getrennt aufbewahren. Kinderreisepass, Impfausweise, gegebenenfalls Einverständnis-Schreiben bei getrennt lebenden Eltern. Eine durchsichtige Tüte im Handgepäck rettet am Check-in fünf Minuten Wühlen.
Ein paar konkrete Fragen, die oft kommen
Kann ich meinen eigenen Kindersitz mitnehmen? Ja. Manche Familien fliegen mit dem Sitz weiter — viele Airlines nehmen Kindersitze kostenlos als Gepäck mit. Bei der Buchung einfach angeben, dass ihr einen eigenen Sitz dabei habt, dann plant der Fahrer keinen ein.
Ist der Sitz wirklich kostenlos? Ja, bei Festpreis-Fahrten inklusive. Nur bei sehr kurzfristiger Buchung (unter zwei Stunden) kann es passieren, dass nicht jede Größe in der Nähe ist. Dann bekommst du ein entsprechendes Ersatz-Angebot.
Was, wenn die Babyschale nicht richtig passt? Selten, aber manchmal sind moderne Autos ISOFIX-lastig und die Schale hat einen älteren Standard. Der Fahrer prüft das vor Abfahrt. Wenn es wirklich ein Problem gibt, kommt ein anderes Fahrzeug.
Was kostet ein Sitz bei UBER oder Bolt? Kommt drauf an. Viele App-Fahrer haben keinen. Einige ja, aber die Zuverlässigkeit ist niedrig. Für einen Frühflug mit weinendem Kleinkind ist das Risiko zu groß. Vorbuchen lohnt sich.
Darf das Kind auf dem Schoß mitfahren? Technisch verboten, und ehrlich: Bei einem Aufprall mit 50 Stundenkilometern wirkt das Kind wie ein Geschoss von mehreren hundert Kilo. Niemand kann das halten. Schoßfahrten sind in der Kategorie "darf man nicht machen, nicht mal kurz".
Kindersitz-Taxi in zwei Minuten gebucht
Adresse, Uhrzeit, Anzahl der Personen, Kofferanzahl. Bei den Zusatzoptionen Kindersitz auswählen. Alter und Gewicht hinschreiben. Der Rest passiert im Hintergrund. Bestätigung per Mail mit Fahrzeugkennzeichen und Abholzeit.
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